[Buch] Roman: «Die Akte Jerusalem» von Achim Klein (Siegfried Schad)

«Ein christlicher Roman? Noch dazu mit reichlich Apologetik und Exegese der Heiligen Schrift versehen?» … fragst Du? … «Ja, ich verstehe Deine Skepsis, denn der Schuss, kann ganz schön nach hinten losgehen, wie sich versteht, wenn man einerseits romanhaft, unterhaltsam sein möchte und andererseits, die Ernsthaftigkeit des Wortes Gottes ins Spiel bringt. Aber, sei entspannt und geniesse diesen Roman, Bruder Achim Klein ist dieser Spagat trefflichst gelungen!»

Wie in der ersten Buchbesprechung schon gesagt, ich kenne Bruder Achim Klein nicht persönlich. Was sich für mich jedoch aus diesem Roman klar heraus kristallisiert ist, dass dieser Bruder in seinem Leben und in der Geschäftswelt,  die Menschen einfach kennt und recht Vieles erlebt hat, das wir zu den Nichtalltäglichen Dingen zählen dürfen. Seine Roman-Figuren, abgesehen von der tendenziell autobiographisch gezeichneten Hauptfigur, sind keineswegs überzeichnet und lassen sehr viel Raum für die Projektionen des Lesers, aber sind dennoch markante Typen, so als wäre man ihnen schon selber begegnet. Das zeichnet einen guten Roman aus: Charaktere!

Die Story ist wahrhaftig eine Herausforderung: Geheimgesellschaften befassen sich mit der Bibelauslegung eines Nobodies. Hmmm, … ja, die Story ist wirklich sehr gut … und ich denke, dass sie einen sehr realen Hintergrund hat … aber, das ist meine Spekulation.

Aber, wie es Achim Klein in diesem Roman schafft, die Wiedergeburt Jerusalems, völlig unprätentiös und biblisch zu erklären und diese Sicht im Fokus der Story zu halten … das nenne ich meisterhaft! Am Rande erklärt Achim Kleins Hauptfigur Alex, ihrem Vater im Roman, noch seine Auslegung über Daniels Standbild … das ist (sozusagen) die Kirsche auf der Sahnetorte 🙂

Durch geschickte,  gut verwobene Wiederholungen in diesem Roman, wird auch der exegetische Teil, in einer verständlichen Weise dargeboten und für den Leser mühelos, einfach verständlich. Apologetik kann so einfach sein, wenn der Autor genau weiss was er redet und die Sprache der Menschen spricht. Ohne Liebe zu Christus unserem Heiland und zu seiner Gemeinde und auch der Liebe zu den Unerretteten, geht das Alles nicht.

Meine allerwärmste Empfehlung für diesen geistlichen Roman!

 

Die Akte Jerusalem

PDF/ebook-link: https://der-ruf.ch/wp-content/uploads/2025/04/Die-Akte-Jerusalem.pdf

Das Buch kann man HIER auf Amazon kaufen.


Nachtrag:

à propos christlicher Roman: Ich empfahl vor Jahren einmal die Bücher von der Schwester in Christus, Ute Aland, die einen sehr sensiblen Erzählstil in ihren Büchern pflegt und die evangelikale Welt, im Besonderen die Schwärmer ins Auge fasst – sehr empfehlenswert: siehe 2 Leseproben HIER

Heute vor 80 Jahren: Pfarrer Dietrich Bonhoeffer wird im Konzentrationslager Flossenbürg hingerichtet (Siegfried Schad)

Prof. Dr. Stefan Hockertz schrieb vor wenigen Tagen in seinem telegram-Kanal eine bewegende Geschichte über die Erinnerungen des SS-Lagerarztes Hermann Fischer, der Zeuge des Tages der Hinrichtung von Pfarrer Dietrich Bonhoeffer wurde:

Am 8. April 1945 wurde Bonhoeffer im Konzentrationslager Flossenbürg standrechtlich verurteilt zum Tod durch Erhängen. Der Verurteilte musste sich entkleiden und nackt seinen letzten irdischen Weg gehen. Der SS-Lagerarzt Hermann Fischer erinnerte sich an seine Hinrichtung:
„Durch die halbgeöffnete Tür eines Zimmers im Barackenanbau sah ich vor der Ablegung der Häftlingskleidung Pastor Bonhoeffer in innigem Gebet mit seinem Herrgott knien. Die hingebungsvolle und erhörungsgewisse Art des Gebets dieses außerordentlich sympathischen Mannes hat mich auf das Tiefste erschüttert. Auch an der Richtstätte selbst verrichtete er noch ein kurzes Gebet und bestieg dann mutig und gefasst die Treppe zum Galgen.“

Und noch ein Wort zu dem Bruder in Christus Prof. Dr. Stefan Hockertz, der seinem HERRN JESUS gefolgt ist und für die Wahrheit entschieden eintritt und von den Lügnern dieser Welt, Schimpf und Schande empfangen hat und diese auf sich nimmt  … und nicht etwa feige, angesichts gesellschaftlicher und staatlicher Repressionen seinen HERRN JESUS verleugnet hatte … ich muss es nicht noch viel deutlicher sagen, oder?

Pfarrer Dietrich Bonhoeffer ist mir stets, ein grosses Vorbild. Er trat unbesehen aller Konsequenzen mit seinem Zeugnis für Christus, gegen den nationalsozialistischen Terror-Staat auf … ich fasse diesen Aspekt nur sehr kurz: Er machte auch Fehler und glaubte an die Macht der Menschen, die den Diktator Hitler überwinden könnten … Auch wenn Dietrich Bonhoeffer für mich stets ein Held ist und bleibt, aber er übersah, dass Christen nicht durch fleischlichen Widerstand siegen können.

Sacharjah 4,6 … Nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist!…

Ich würde diesem Beitrag noch sehr gerne das wunderbare Lied von Dietrich Bonhoeffer «Von guten Mächten wunderbar geborgen» hinzufügen,  allerdings finde ich keinen Interpreten, ja selbst die katholischen Chöre singen es ja schon … ,  der mir recht wäre und den Geist diese Liedes, weder schwülstig, noch mariniert, noch Hip-modern, noch «Worship»-Schlager-mässig, noch mit jungen Frauenstimmen, denen es an Lebens- und Glaubenstiefe fehlt, ernsthaft bezeugt. Stattdessen dieser Film:

Dietrich Bonhoeffer – die letzte Stufe

Video-link: https://odysee.com/@DER_RUF_INFO:b/Bonhoeffer—Die-letzte-Stufe:b